Der deutsche Versicherungsmarkt ist einer der dichtesten weltweit. Doch mehr Policen bedeuten nicht automatisch besseren Schutz – oft ist das Gegenteil der Fall.
1. Private Haftpflichtversicherung
Sie ist die wichtigste Versicherung überhaupt. Schäden an Personen, die Sie unabsichtlich verursachen, können ruinöse Höhen erreichen. Eine Haftpflicht mit mindestens 10 Millionen Euro Deckungssumme kostet unter 100 Euro jährlich.
2. Berufsunfähigkeitsversicherung
Ein Fünftel aller Berufstätigen wird vor Erreichen des Rentenalters berufsunfähig. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht selten. Je früher der Abschluss, desto günstiger die Beiträge.
3. Krankenversicherung
In Deutschland Pflicht – gesetzlich oder privat. Selbstständige und Gutverdiener sollten die Alternative sorgfältig prüfen; die Wahl ist häufig kaum reversibel.
4. Risikolebensversicherung
Wichtig für Menschen mit Familien, Krediten oder wirtschaftlicher Abhängigkeit anderer. Reine Risikopolicen sind günstig – Mischprodukte mit Sparanteil sind meist ineffizient.
5. Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung
Für Wohneigentum unverzichtbar (Wohngebäude), für Mieter je nach Wert des Inventars sinnvoll (Hausrat). Prüfen Sie Deckung für Elementarschäden – gerade in flussnahen Regionen.
Was Sie meist NICHT brauchen
- Handyversicherung
- Brillenversicherung
- Insassenunfallversicherung (Kfz-Haftpflicht deckt in der Regel bereits)
- Reisegepäckversicherung
- Sterbegeldversicherung
„Versichern Sie den finanziellen Ruin, nicht die Alltagsärgernisse.“
Alle zwei Jahre prüfen
Ein Versicherungscheck alle zwei Jahre – nicht öfter, nicht seltener – reicht in aller Regel. Ausnahmen: Umzug, Familiengründung, Wohneigentum, Selbstständigkeit.



