LIVEMi., 26.08.2026

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Open Banking APIs: Wie Schnittstellen den Finanzalltag verändern

Zwischen Multibanking-Apps, Buchhaltungstools und Zahlungsauslösung: Wie PSD2-Schnittstellen im Alltag genutzt werden – und was mit PSD3 kommt.

SL

Von Sarah Lindqvist

Redakteurin Technologie · · aktualisiert am 24. Juli 2026 · 9 Min. Lesezeit

Entwicklerin arbeitet an Banking-API-Dokumentation
Entwicklerin arbeitet an Banking-API-Dokumentation

Open Banking klingt technisch, verändert aber den Alltag vieler Verbraucher direkt. Multibanking-Apps, Buchhaltungslösungen und automatisierte Zahlungen – all das basiert auf PSD2-konformen Schnittstellen.

Was PSD2 möglich macht

  • Kontoinformationsdienste (AIS): Konten mehrerer Banken in einer App zusammenführen.
  • Zahlungsauslösedienste (PIS): Überweisungen aus Drittanwendungen anstoßen.
  • Standardisierte Schnittstellen für alle EU-Banken.
  • Freigabepflicht durch den Kunden für jeden Datenzugriff.

Wer diese Dienste nutzt

Neben klassischen Multibanking-Apps profitieren Buchhaltungssoftware, Kreditvergleichsplattformen und Personal Finance Tools. Auch klassische Banken setzen zunehmend auf Aggregatoren, um Kunden einen ganzheitlichen Blick zu bieten.

PSD3 und die Weiterentwicklung

Die geplante PSD3 soll bestehende Schwachstellen ausräumen – etwa unklare API-Qualität einzelner Banken – und Open Finance über den reinen Zahlungsverkehr hinaus etablieren. Konten, Depots, Kredite und Versicherungen könnten künftig einheitlich abrufbar sein.

Datenschutz und Sicherheit

Datenzugriffe erfolgen nur mit expliziter Kundenfreigabe und regelmäßiger Reautorisierung. Dennoch: Wer Multibanking-Apps nutzt, sollte den Anbieter sorgfältig prüfen – Regulierung als Zahlungsdienstleister ist eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung.

Grenzen der Praxis

Nicht jede Bank stellt gleich gute Schnittstellen bereit. Ausfallzeiten, unvollständige Daten oder Verzögerungen bei der Kontoumsatz-Historie sind Alltag. Der regulatorische Druck wächst, aber die Umsetzung bleibt heterogen.

Wer Open Banking im Alltag nutzt, entdeckt schnell, wie viel Innovation zwischen den Banken möglich wird – und wie sehr sie noch von Umsetzung abhängt.

Blick nach vorn

Mit dem digitalen Euro, Open Finance und der EU-Digital-Identity-Wallet könnten in den nächsten Jahren mehrere große Bausteine ineinandergreifen – und den Alltag deutlich einfacher machen als jede bisherige Einzellösung.

Das Wichtigste in Kürze
  • Open Banking klingt technisch, verändert aber den Alltag vieler Verbraucher direkt.
  • Neben klassischen Multibanking-Apps profitieren Buchhaltungssoftware, Kreditvergleichsplattformen und Personal Finance Tools.
  • Die geplante PSD3 soll bestehende Schwachstellen ausräumen – etwa unklare API-Qualität einzelner Banken – und Open Finance über den reinen Zahlungsverkehr hinaus etablieren.
  • Datenzugriffe erfolgen nur mit expliziter Kundenfreigabe und regelmäßiger Reautorisierung.
  • Nicht jede Bank stellt gleich gute Schnittstellen bereit.

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Hinweis der Redaktion

Dieser Beitrag wurde von der Wirtschaftsfenster-Redaktion nach bestem Wissen recherchiert und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Angaben beziehen sich – soweit nicht anders gekennzeichnet – auf die Rechtslage im Euroraum bzw. in Deutschland zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Wesentliche Aktualisierungen kennzeichnen wir mit einem Bearbeitungsdatum.

Häufige Fragen

Ist Open Banking sicher?

Ja, sofern Sie regulierte Anbieter nutzen und Freigaben bewusst erteilen.

Kostet die Nutzung von Open Banking Gebühren?

Für Endkunden meist nicht direkt. Manche Dienste sind Abo-basiert oder werbefinanziert.

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