LIVEMi., 26.08.2026

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Altersvorsorge planen: So schließen Sie Ihre Rentenlücke systematisch

Rentenbescheid, Bedarf und Sparplan: Wie Sie in drei Schritten Ihre persönliche Rentenlücke berechnen und schließen.

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Von Dr. Anke Reuter

Redakteurin Persönliche Finanzen · · aktualisiert am 18. Juli 2026 · 11 Min. Lesezeit

Rentnerpaar plant Ruhestand mit Tabellen und Laptop
Rentnerpaar plant Ruhestand mit Tabellen und Laptop

Kaum ein Thema löst mehr Unbehagen aus als die Frage nach der eigenen Altersvorsorge. Dabei ist die Struktur einfacher, als es die Werbung vieler Anbieter vermuten lässt.

Schritt 1: Renteninformation richtig lesen

Ab dem 27. Lebensjahr erhalten Versicherte jährlich eine Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Sie nennt den bisher erworbenen Anspruch und eine Hochrechnung. Wichtig: Die genannten Beträge sind Bruttowerte vor Steuern und Kranken- bzw. Pflegeversicherung.

Schritt 2: Bedarf im Alter schätzen

Eine gängige Faustregel: 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens gelten im Alter als komfortabel. Die individuelle Wahrheit hängt aber von Wohnform (Miete/Eigentum), Gesundheitsbudget und Lebensstil ab.

Schritt 3: Rentenlücke berechnen

Ziel-Nettoeinkommen minus prognostizierte gesetzliche Rente minus betriebliche Vorsorge minus bereits vorhandenes Kapitaleinkommen – das Ergebnis ist die private Rentenlücke, die aus dem eigenen Vermögensaufbau gedeckt werden muss.

Bausteine der privaten Vorsorge

  • ETF-Sparplan im Wertpapierdepot – flexibel, kostengünstig, langfristig.
  • Betriebliche Altersvorsorge – oft mit Arbeitgeberzuschuss.
  • Riester-Rente – für bestimmte Berufsgruppen weiterhin sinnvoll.
  • Basisrente (Rürup) – vor allem für Selbstständige interessant.
  • Wohneigentum – kann Mietkosten im Alter reduzieren.

Wie viel sparen?

Als grobe Orientierung: Zwischen 30 und 40 Jahren reichen 10–15 Prozent des Nettoeinkommens. Wer erst mit 45 startet, sollte 20 Prozent und mehr einplanen. Zinseszinsrechner der Verbraucherzentralen helfen bei individuellen Modellrechnungen.

Nachgelagerte Besteuerung

Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung und aus Rürup-Verträgen sind im Alter voll steuerpflichtig. Wer diesen Effekt frühzeitig einplant, vermeidet Enttäuschungen bei der ersten Rentenauszahlung.

Zeit ist beim Vermögensaufbau der wichtigste Verbündete. Wer mit 30 beginnt, muss weniger sparen als jemand, der mit 45 startet – bei gleichem Endkapital.

Regelmäßige Überprüfung

Prüfen Sie Ihre Altersvorsorgeplanung mindestens alle drei Jahre – und bei größeren Lebensereignissen (Familienzuwachs, Jobwechsel, Erbschaft) sofort.

Das Wichtigste in Kürze
  • Kaum ein Thema löst mehr Unbehagen aus als die Frage nach der eigenen Altersvorsorge.
  • Eine gängige Faustregel: 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens gelten im Alter als komfortabel.
  • Als grobe Orientierung: Zwischen 30 und 40 Jahren reichen 10–15 Prozent des Nettoeinkommens.
  • Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung und aus Rürup-Verträgen sind im Alter voll steuerpflichtig.
  • Prüfen Sie Ihre Altersvorsorgeplanung mindestens alle drei Jahre – und bei größeren Lebensereignissen (Familienzuwachs, Jobwechsel, Erbschaft) sofort.

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Hinweis der Redaktion

Dieser Beitrag wurde von der Wirtschaftsfenster-Redaktion nach bestem Wissen recherchiert und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Angaben beziehen sich – soweit nicht anders gekennzeichnet – auf die Rechtslage im Euroraum bzw. in Deutschland zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Wesentliche Aktualisierungen kennzeichnen wir mit einem Bearbeitungsdatum.

Häufige Fragen

Ist die gesetzliche Rente sicher?

Sie ist gesetzlich garantiert, aber das Rentenniveau sinkt langfristig. Private Ergänzung ist deshalb sinnvoll.

Lohnt sich Riester noch?

Für Familien mit mehreren Kindern und für Angestellte mit hohem Grenzsteuersatz häufig ja. Für andere Gruppen sind ETF-Sparpläne oft attraktiver.

#Altersvorsorge#Rente#Vorsorge

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